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Staatsminister Thomas Schmidt und Staatssekretärin Barbara Meyer haben heute (10. August 2023) mit Vertretern des Handwerks und der Bauwirtschaft über die dramatische Lage der Bauwirtschaft beraten. An dem Gespräch nahmen von Seiten der Wirtschaft der Präsident der Handwerkskammer Chemnitz, Frank Wagner, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden, Dr. Andreas Brzezinski, sowie vom Sächsischen Baugewerbeverband e.V. Vizepräsident Uwe Nostitz und Hauptgeschäftsführer Klaus Bertram teil.
»Die Lage der Bauwirtschaft ist mehr als kritisch. Das zeigt allein schon die Entwicklung der Baugenehmigungen. Deren Zahl ist bereits im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Während im Jahr 2021 in Sachsen noch Bauanträge für mehr als 13 000 Wohnungen gestellt und genehmigt wurden, waren es 2022 weniger als 11 500. Schon das war ein Rückgang von 15 Prozent«, so der Minister. »Und dabei ist das nur die halbe Wahrheit. Große Wohnungsunternehmen lassen aktuell ihre Baugenehmigungen in der Schublade und fangen keine neuen Bauprojekte an, weil die aktuellen Baupreise so hoch sind, dass niemand die Mieten bezahlen kann, die erforderlich wären, um die Baukosten zu refinanzieren«.
»Das alles hat nicht nur fatale Auswirkungen auf eine Schlüsselbranche, von der auch zahlreiche Zulieferer abhängig sind«, betont der Minister weiter. »Wenn der Neubau von Wohnung erlahmt, drohen sich auch die Probleme dort zu verschärfen, wo der Wohnungsmarkt ohnehin angespannt ist.«
Das Staatsministerium für Regionalentwicklung hat auf die gestiegenen Baupreise bereits reagiert. So wurden die Förderung der Richtlinien Familienwohnen und preisgünstiger Mietwohnraum bereits angepasst. Für die Richtlinie gebundener Mietwohnraum, mit der der Bau von Sozialwohnungen unterstützt wird, ist die Anpassung derzeit in Vorbereitung. Allein im Bereich des Wohnungsbaus stellt das der Freistaat in diesem Jahr mehr als 250 Millionen Euro für Darlehen und Zuschüsse bereit. Ebenso fließen Fördermittel aus dem Bereich der Städtebauförderung (2023: 145 Millionen Euro), der Stadtentwicklung (bis 2027: 200 Millionen Euro), aus der Strukturentwicklung der Kohleregionen sowie aus der ländlichen Entwicklung (LEADER) für Investitionen in Bauvorhaben.
»Wir werden unseren Einfluss auf Bundesebene geltend machen, um dort verlässliche Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft zu erreichen«, so Staatsminister Schmidt abschließend.
Herausgeber
Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung (https://www.medienservice.sachsen.de/medien/?search%5Binstitution_ids%5D%5B%5D=10916)
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