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Seit nunmehr zehn Jahren schlägt das Herz der Nestbau-Zentrale für alle, die in Mittelsachsen ihr persönliches Glück suchen, zurückkehren möchten oder neu ankommen. Seit unserem Start im Jahr 2016 verstehen wir uns nicht nur als Wegweiser, sondern als verlässlicher Lotse durch den Dschungel aus Jobsuche, Behördengängen und der Suche nach dem perfekten Wohnraum.
Ein zentraler Baustein dieses Erfolgs ist unser starkes Netzwerk „Ländliches Bauen“. Gemeinsam mit regionalen Handwerksbetrieben, Architekten und Planern erwecken durch unsere Nestbauer alte Dreiseithöfe, Fachwerkhäuser und historische Bausubstanz zu neuem Leben und zeigen, wie nachhaltiges Wohnen im ländlichen Raum gelingt.
Zum runden Jubiläum blicken wir stolz auf über 770 Beratungen, emotionale Mutmach-Geschichten und innovative Formate zurück. Doch wir schauen auch nach vorn: Ihre Ideen im Rahmen des Jubiläums-Gewinnspiels ergaben zehn Zukunftsimpulse, mit denen Sie die nächsten zehn Jahre Nestbau-Zentrale aktiv mitgestalten!
Ob Rückkehrer, Zuzügler, Bauwilliger oder Unternehmer: Wir unterstützen in unseren individuellen Gesprächen zusammen mit unserem Nestbau-Netzwerk jeden mittelsächsischen Weg.
In 10 Jahren haben wir Veranstaltungen für Zielgruppen wie Unternehmen, Nestbauer, Bauwillige, Kommunen und Schulen etabliert und mitgestaltet. Für ein Willkommensgefühl, für regionale Wertschöpfung, für Integration.
Die Nestbau-Arbeit lebt von dem gewachsenen Netzwerk. Gemeinsam mit unseren Partnern organisieren wir Veranstaltungen und unterstützen Nestbauer ganz individuell bei ihren Plänen für das Ankommen & Bleiben.
Zu unserer Jubiläumsveranstaltung kam das komplette Nestbau-Netzwerk zusammen, um die letzten zehn Jahre Revue passieren zu lassen und um neue Impulse für die weitere Nestbau-Arbeit auszutauschen.
Nach der Premiere unseres neuen Mutmach-Films über das zugezogene Paar Ester Streck und Niklas Beumer diskutierten Alois Bauer, Leiter der Unterabteilung 41 im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Heiko Vogt, Referent im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung und Sven Krüger, Landrat unseres Landkreises Mittelsachsen zu zehn Fragen rund um den ländlichen Raum. Klar wurde: Ehrenamtliches Engagement, fördernde Strukturen und ein gutes Netzwerk wie unser Nestbau-Netzwerk sind dafür maßgebliche Treiber.
Im Anschluss teilten unterschiedliche Akteure aus dem Nestbau-Netzwerk ihre Gedanken zur Rückkehr, zum Zuzug und zu den Themen der Weiterentwicklung für den Landkreis.
Beim gemeinsamen Netzwerken an den Mitmach-Ständen unserer Nestbauer und Netzwerkpartner konnten neue Ideen entwickelt und Kontakte geknüpft werden.
Das Besondere an der Veranstaltung: Die Nestbauer gestalteten sie für die Dekoration, die musikalische oder künstlerische Begleitung oder die Mitmach-Stände selbst mit und machten unser Jubiläum dadurch praktisch und authentisch greifbar.
Am Anfang war das Nest
Wir haben heute alle eine Reise gemacht. Zunächst nach Leisnig, sicher einfach dank der bereits erwähnten guten Anbindungen, und dann gemeinsam durch die Geschichte der Nestbau-Zentrale. Bei so einer Zeitreise taucht natürlich schnell die Frage nach dem Anfang auf: Wer war zuerst da, das Ei oder die Henne? Oder in unserem Fall vielleicht sogar der Storch?
Beides falsch. Am Anfang, war das Nest. Daraus ist alles gediehen. Denn bevor etwas gutes entstehen kann, muss sich jemand die Mühe machen, eine Basis zu erschaffen. Jemand muss mit Liebe das Nest bauen – und genau das ist passiert…
Seit zehn Jahren unterstützen wir Menschen dabei, in Mittelsachsen anzukommen, hier zu bleiben oder in ihre Heimat zurückzukehren. Gemeinsam mit vielen Partnern setzen wir uns dafür ein, dass unsere Region ein lebenswerter Ort zum Wohnen, Arbeiten und Leben bleibt.
Doch ein Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zum Zurückblicken – sondern auch zum Nach-vorn-Schauen. Deshalb wollten wir über ein durch die Agentur Maikirschen e.K. durchgeführtes Gewinnspiel (bis 31.08.2026, Gewinner wurden schriftlich benachrichtigt durch die Agentur) von Ihnen wissen:
Was braucht Mittelsachsen, damit Menschen hier gern leben, bleiben oder zurückkommen?
Die vielen Einsendungen ergaben zusammengefasst zehn Impulse, die eine Verdichtung der vielen eingereichten Zukunftsimpulse und keine repräsentative Befragung nachfolgend darstellen. Zu jedem Impuls haben wir ein Originalzitat aus den Einreichungen beigefügt.
Wir werten diese nun aus und werden sie in unsere Arbeit und in unsere Netzwerke einfließen lassen.
Vielen Dank an alle Teilnehmer für die vielen wertvollen Einreichungen!
Gute und bezahlbare Kinderbetreuung, starke Schulen sowie leicht zugängliche Freizeit-, Sport- und Begegnungsangebote machen Mittelsachsen zu einem Ort, an dem Familien gern bleiben.
"Mittelsachsen soll ein Ort bleiben, an dem Familien, Vereine und junge Menschen gute Zukunftschancen haben."
Jugendclubs, Veranstaltungen, Sportangebote und Treffpunkte – gerade im ländlichen Raum – geben jungen Menschen Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten und ihre Heimat mit Leben zu füllen.
"Mittelsachsen muss kinderfreundlicher werden. Spieltreffs, Jugendclubs und andere kostenlose Angebote für Kinder sind viel zu selten."
Ein bedarfsgerechter ÖPNV, bessere Verbindungen zwischen Städten und Dörfern sowie attraktive Bahnverbindungen sorgen dafür, dass Leben auf dem Land nicht vom eigenen Auto abhängig ist.
"Eine bessere Verbindung zwischen den Städten und dem ländlichen Raum, damit alle Gemeinden von der Entwicklung profitieren."
Sichere und gut ausgebaute Rad-, Fuß- und Wanderwege verbinden Orte, schaffen Freizeitmöglichkeiten und erhöhen die Lebensqualität.
"Mittelsachsen braucht eine bessere Rad- und Wanderwege-Infrastruktur und Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung draußen."
Attraktive und gut bezahlte Arbeitsplätze, Karrierechancen sowie flexible Modelle wie Homeoffice und Teilzeit sind entscheidend dafür, dass Menschen in Mittelsachsen ihre Zukunft sehen.
"Eine gesunde Umgebung, gute Einrichtungen (Kindergarten, Schule, Freizeitaktivitäten, ...), kurze Wege zur Arbeit, angemessene Wohnkosten - das alles fördert eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Soziale Kontakte. Bedarfsgerechter ÖPNV."
Bezahlbare Grundstücke und Wohnkosten sowie einfachere Wege beim Bauen schaffen Raum für Menschen, die hier leben, zurückkehren oder neu anfangen möchten.
"Bauen wieder unkomplizierter machen."
Kinderbetreuung, Bildung, medizinische Versorgung und Pflege müssen auch außerhalb der größeren Städte gut erreichbar sein – in jeder Lebensphase.
"Wichtig sind gute Arbeits- und Wohnbedigungen, genauso wie eine gute Kita- und Schulinfrastruktur."
Vereine, Netzwerke, Stammtische, Begegnungsorte und neue Wohnformen können Menschen zusammenbringen und Einsamkeit verhindern – vom Kindes- bis ins Seniorenalter.
"Ein langes Leben verdient Nähe statt Isolation: Ich träume von einer Zukunft voller lebendiger Senioren-WGs, in denen Würde und Gemeinschaft an erster Stelle stehen."
Attraktive Ortskerne, Grün und Natur, Einkaufsmöglichkeiten sowie Kultur- und Freizeitangebote machen aus einem Wohnort einen Ort, an dem man sich gern aufhält.
"Eine Blumenstraße: in einer Straße mit Geschwindigkeitsbegrenzung 30 km/h viele schöne Blumen und Bäume an den Straßenrändern pflanzen damit diese zu einer Attraktion wird und Menschen anzieht."
Willkommensangebote und gebündelte Informationen zu Jobs, Wohnen, Kinderbetreuung, Freizeit und Ansprechpartnern erleichtern Rückkehrern und Neuankömmlingen den Start in Mittelsachsen.
"Eine zentrale Plattform, die Jobs, Wohnraum, Kinderbetreuung und regionale Ansprechpartner übersichtlich bündelt."
Die Idee entstand bereits 2015 im Rahmen des Bundesförderprogramms "Land(Auf)Schwung" und wurde mit LEADER-Regionen, Kommunen und der Wirtschaftsförderung auf den Weg gebracht. Die Nestbau-Zentrale startete im Mai 2016 als Modellvorhaben im Rahmen des Förderprojektes.
Damit wurde aus einer Idee eine Anlaufstelle: Am 23. Mai wurde sie im Rahmen eines Treffens der sechs LEADER-Regionen offiziell eröffnet. Mit der neuen Website entstand ein zentraler Ort für alle, die in Mittelsachsen bleiben, zurückkehren oder neu ankommen wollten. Damit begann ein Service, der Orientierung gibt und Menschen beim Ankommen im Landkreis begleitet.
Für unseren Nestbau-Service kontaktieren uns Rückkehrende, Zuziehende und Heimatverbundene rund um die Themen Arbeiten, Wohnen und Leben. Gemeinsam besprechen wir die nächsten Schritte, zeigen den konkreten Ansprechpartner auf und öffnen Türen zu neuen Netzwerken in der Region.
Bei der 100. Anfrage drehte sich alles um die Rückkehr einer Familie aus der Schweiz, insbesondere um den Hausbau, um die Familie und um Jobmöglichkeiten in Mittelsachsen.
2018 brachte die Nestbau-Zentrale das Thema Baukultur ins Klassenzimmer.
Beim Grundschulprojekt „Kleine Baumeister“ lernen Kinder, wie Dörfer entstanden sind und warum jedes Haus Teil eines gewachsenen Ortsbildes ist.
Sie beschäftigten sich mit Naturbaustoffen, regionalem Handwerk und typischen Bauweisen im ländlichen Raum. Regionale Handwerksbetriebe begleiten den Tag und begeistern für das Handwerk.
Dabei geht es nicht nur um Gebäude, sondern auch um Heimat, Identität und den bewussten Blick auf das eigene Dorf.
Der Projekttag zeigte früh, wie wertvoll ortstypische Baukultur für lebendige Orte in Mittelsachsen ist.
Der Projekttag wird im Rahmen der Mittelsächsischen Bautage an einer Grundschule im Landkreis organisiert.
Die Messe richtet sich gezielt an Bauherren, Sanierer, Handwerker und Zuziehende, die im ländlichen Raum Wohnraum schaffen oder erhalten wollen. In 2019 fand sie zum ersten Mal in Mittelsachsen statt und zog viele Bauinteressierte an. Das Event steht unter dem Motto „Bauen. Staunen. Mitmachen!“. Im Mittelpunkt stehen ökologische Baustoffe (wie Lehmputz oder Naturdämmstoffe) und energieeffiziente Technologien. Die Messe vernetzt Bauwillige direkt mit regionalen Handwerksbetrieben, Planern und Architekten aus dem Landkreis Mittelsachsen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Sanierung, Umnutzung und dem Erhalt historischer Bausubstanz wie Fachwerkhäusern oder Dreiseithöfen. Die Präsenzmesse findet bewusst nicht in klassischen Messehallen, sondern in historischen oder sanierten Objekten der Region statt. Dies dient den Besuchern direkt als Praxisbeispiel und Inspiration. Vergangene Veranstaltungsorte waren unter anderem der Brauhof am Bahnhof Halsbrücke, Kloster Buch bei Leisnig oder die Werkbank32 in Mittweida.
In 2020 konnte aufgrund der Corona-Pandemie keine Präsenzmesse stattfinden. Daher wurde die Veranstaltung auf eine digitale Ebene gehoben. Das Hauptziel der Plattform ist es, Bauwillige und regionale Betriebe orts-, zeit- und wetterunabhängig miteinander zu vernetzen. Nutzer können sich bequem vom Sofa aus informieren und über 20 regionale Handwerksbetriebe und Dienstleister an eigenen digitalen Ständen kennenlernen. Diese sind mit Informationsmaterial, Videos, 360° Rundgängen durch die eigene Firma sowie mit Bildern und direkten Kontaktdaten ausgestattet. Besucher können sich also per Mausklick durch Produktionshallen der Unternehmen bewegen oder auch an Fachvorträgen von Bauexperten teilnehmen. Auf Messen und Veranstaltungen mit der Nestbau-Zentrale kann die Plattform auch über eine Virtual-Reality-Brille erlebt werden.
Wow - bereits 2021 konnten wir 500 Menschen beim Zurückkehren, Zuziehen und Verwurzeln helfen. Für die 500. Anfrage konnten wir gezielt Wissen und Firmen zur Grüngestaltung rund um das eigene Häuschen vermitteln. Dazu dient auch unsere digitale Bau- und Grünfibel. Auf einer interaktiven Karte können mittelsächsische Firmen rund um die Grüngestaltung gefiltert und gefunden werden. Gleichzeitig bietet die Plattform umfangreiche Informationen zu den Siedlungslandschaften im Landkreis. So kann man sich gezielt vor Baubeginn informieren, welche ortstypischen Merkmale beim Bauen und Sanieren für den jeweiligen mittelsächsischen Ort vorliegen und mitbedacht werden müssen.
Um unsere digitalen Angebote auszubauen, haben wir in 2022 das Mittelsächsische Haus ins Leben gerufen. Beim Rundgang durch das virtuell gestaltete Haus können mittelsächsische Firmen rund um den Hausbau und -ausbau mittels 360° Rundgängen durch die Produktion und durch Ausstellungsräume, durch Kontaktinfos, Videos und Bilder kennengelernt werden.
Erstmals fassten wir unsere Veranstaltungselemente Messe “Ländliches Bauen”, Netzwerkveranstaltung “RegioTreff” und Projekttag “Kleine Baumeister” zu einer Veranstaltungsreihe zusammen unter dem Deckmantel der Mittelsächsischen Bautage. Dieses Format wird ständig weiterentwickelt, sodass wir nun in diesem Jahr damit auch Kommunen ansprechen und im nächsten Jahr den Projekttag “Kleine Baumeister” ausrollen zu den “Großen Baumeistern” für die 8. Klasse.
Unsere Mutmach-Geschichten erzählen von zugezogenen, zurückgekehrten oder hier verwurzelten Menschen, über ihren Weg nach Mittelsachsen und über das Erreichte. Mit den persönlichen Geschichten wollen wir authentische Beispiele und Mutmacher der Region vorstellen, die die Vorteile des ländlichen Raums in Mittelsachsen aufzeigen, die auch ehrlich über Hürden auf ihrem Weg sprechen und die von Lösungen berichten.
Unsere 10. Mutmach-Geschichte erzählt von dem aus Washington D.C. zugezogenen Joseph D. Black. Bereits 2016 und bis heute hält er Nestbau-Kontakt - von den Vorbereitungen für die Einreise nach Deutschland damals bis zur heutigen Selbstständigkeit konnten wir ihn begleiten und unterstützen.
Um unsere Nestbauer ein erstes wertschätzendes Tool zur Unterstützung beim Ankommen und Bleiben zu bieten, haben wir unsere Willkommensmappe gemeinsam mit der Peniger Grafikerin Bianka Behrami und der Oschatzer Marketingagentur Maikirschen entwickelt. Die Mappe beinhaltet neben kleinen regionalen Willkommensgeschenken eine umfangreiche Broschüre mit Informationen rund um das Arbeiten, Wohnen und Leben in Mittelsachsen. Konkrete Kontakte werden vermittelt und QR-Codes führen zu weiteren digitalen Informationen. Die Willkommensmappe kann per Post versendet oder in den mittelsächsischen kommunen angefragt oder abgeholt werden. Die Broschüre gibt es zudem digital und in englischer Sprache auf unserer Homepage unter Downloads.
Wir feiern 10 Jahre Nestbau-Zentrale - mit euch zusammen! In diesem Jahr teilen wir mit euch Highlights aus den vergangenen Jahren, zeigen neue Mutmach-Geschichten auf und organisieren ein Gewinnspiel! Wir möchten in diesem Jahr auf Erreichtes zurückblicken und gleichzeitig Impulse sammeln für die weitere Entwicklung des Nestbau-Services.
Durch die Gespräche mit den Unternehmen aus dem Bereich des “Ländlichen Bauens” ergab sich der Wunsch, den Projekttag “Kleine Baumeister” auch auf größere Kinder auszuweiten. Mit dem Projekttag “Große Baumeister” wollen wir dem Wunsch entsprechen und konzipieren aktuell mit regionalen Handwerksbetrieben eine Ausgestaltung des Formates, welches für die 8. Klasse angedacht ist. Bei dem Projekttag steht das praktische Handwerk im Fokus, das gemeinsam mit mittelsächsischen Handwerksbetrieben erlebbar ausgestaltet werden soll.
Entdecken Sie regionale Handwerksbetriebe, lernen Sie Unterstützungsangebote rund um das Bauen und Sanieren oder unser virtuelles Mittelsächsisches Haus kennen.
Wer steckt hinter der Nestbau-Zentrale und wie ist die Idee entstanden? Auch zum Landkreis Mittelsachsen gibt es hier mehr Informationen.
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