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Kleine mittelsächsische Baumeister im Einsatz

16.04.2018 | Die Nestbau-Zentrale Mittelsachsen bringt Grundschülern die regionaltypische Baukultur mit einem Pilotprojekt nah. Auftakt war am 11. April in der Grundschule Tiefenbach.

Dass es wichtig ist, die eigene Heimat zu kennen und zu schätzen, möchte die Nestbau-Zentrale auch dem Nachwuchs vermitteln. Unter dem Namen „kleine Baumeister“ fand am 11. April der erste spannende Projekttag für die dritte Klasse der Grundschule Tiefenbach statt. Gleich am 16. April folgte der zweite Projekttag mit der dritten Klasse der Heiner-Müller-Grundschule in Eppendorf. Am 24. April besuchte die Nestbau-Zentrale dann die Grundschule Seifersbach und schon am 25. April ging es zur Grundschule "im Grünen" nach Großweitzschen. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm, in welchem Architekten, Tischler, Dachdecker und Zimmerermänner kindgerecht ihr Wissen weitergaben. Nestbau-Koordinatorin Josefine Tzschoppe führte durch das Programm. 

Die Kinder konnten zunächst erfahren, wie ein Dorf entsteht und wie traditionelle Häuser und Höfe gebaut werden. Alle Kinder haben im Vorfeld fleißig natürliche Baumaterialien gesammelt und zum Projekttag gelernt, wofür diese verwendet werden. Da die Schüler gerne mit anpacken, konnten echte Lehmziegel im Kleinformat hergestellt werden.

Nach dem Mittagessen hieß es dann "anpacken" für die Schüler. In Marbach besuchte die ortsansässige Tischlerei Ein-Richter die Schule. Gemeinsam wurde Holz geschliffen, gebohrt und geschraubt. So entstanden neue Wegweiser für künftige Marbacher Grundschüler, um sich auf dem Schulgelände zu orientieren. In Eppendorf ging es trotz Regen zum Dachdeckermeister Eppendorfer, der den Kindern die verschiedenen Dachziegel erklärte und etwas über den vielseitigen Berufsalltag eines Dachdeckers erzählte. Auch hier konnten die Kinder selbst testen, was ein Dachdecker für sein täglich Brot leistet. Es wurden Dachziegel eingehängt und angenagelt und aus Dachschiefern wurden Herzen geformt. Zur Belohnung gab es sogar ein Eis. Stolz trugen die Kinder in Marbach und Eppendorf dabei ihre gelben Bauhelme. In Seifersbach führte der Nachmittag die Kinder zur Tischlerei Hahn, bei der gemeinsam mit Tischlermeister Andreas Hahn und seinem Gesellen gemeinsam mit den Kindern kleine Insektenhotels gebaut wurden. Großes Werkzeug und dicke Holzbalken konnten die Schüler in Großweitzschen bestaunen, als die Firma Weber Holzbau GmbH mit seinen Zimmermännern auf dem Schulhof kam. Hier wurde fleißig gehämmert und gesägt, natürlich mit reichlich Spänen.

Am Ende des Projekttages freuten sich alle Schüler der vier Grundschulen über Geschenke, die man als kleiner Baumeister gebrauchen kann, sowie ein waschechtes Baumeister-Diplom. 

Die Nestbau-Zentrale möchte damit einen Beitrag zur Stärkung der Identität leisten und so das Wurzeln schlagen im Landkreis erleichtern. Denn der Service der Nestbau-Zentrale richtet sich mit Beratung und individueller Unterstützer nicht nur an Rückkehrer, die wieder hier leben wollen, sondern auch an diejenigen, die bleiben möchten. Ein herzliches Dankeschön gilt dem projektführenden Architekten Herrn Norbert Dittrich vom Architekturbüro Dittrich & Kretzer aus Oederan sowie den LEADER-Managements SachsenKreuz+, Flöha- und Zschopautal und Klosterbezirk Altzella für die Unterstützung bei der Planung der Projekttage. Weiterhin möchten wir uns sehr herzlich bei den Klassenleiterinnen und Handwerkern der Projektorte für die gute Zusammenarbeit bedanken.  


  • Die Schüler der dritten Klasse aus Eppendorf zeigen stolz ihre selbstgebauten Herzen aus Schiefer.

  • Die Schüler der Grundschule Tiefenbach freuen sich über den praktischen Einsatz beim Bauen der Wegweiser.

  • Die Schüler der Grundschule Großweitzschen entdeckten beim Dorfrundgang typische Dach- und Gaubenformen.

  • Die Schüler der Grundschule Seifersbach machten sich mit Bauhelmen auf den Weg zur Tischlerei Hahn.


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