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Mittelsächsische Bautage bilden Brücken zwischen Handwerk und Industrie

06.06.2023 | Nestbau-Zentrale macht mit neuem Veranstaltungsformat Chancen für Digitalisierung und Nachhaltigkeit sichtbar.

Die Nestbau-Zentrale initiierte zwei Tage rund um das „Ländliche Bauen“ und sprach damit ganz unterschiedliche Zielgruppen an. Während am Freitag drei Grundschulklassen aus Eppendorf und Mühlau einen Projekttag "Kleine Baumeister" zum Thema „Ländliches Bauen“ mit Unterstützung tatkräftiger Unternehmen erleben durften, kamen am Samstag Handwerk und Industrie erstmalig im Rahmen des neuen Formates persönlich in der Werkbank32 in Mittweida zusammen. Neben traditionellen Wurzeln wurden auch Innovationen gefeiert, die Antworten auf die drängendsten Fragen der Zeit geben. Um für die Unternehmerinnen und Unternehmer einen besonderen Mehrwert zu schaffen, hielten am Vormittag zwei hochkarätige Referenten Fachvorträge. Prof. Dr. Björn Höhlig (HTWK Leipzig) zeigte auf, welche Herausforderungen und Lösungsansätze perspektivisch beim nachhaltigen Bauen auf die Unternehmen zukommen werden. Ernst-Eckart Schulze vom Fraunhofer Institut hatte vorrangig Antworten zur Digitalisierung im Handwerk und Baugewerbe im Gepäck. Hier heißt es, gut vorbereitet zu sein und die neuen Möglichkeiten zur Zeitersparnis auch anzuwenden.

Die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung hatte die Unternehmerlandschaft des Landkreises Mittelsachsen bei einer Umfrage der Wirtschaftsförderung als Schwerpunktbereiche zur Unterstützung klassifiziert. Außerdem brauche es Synergien zwischen den Unternehmen, die sich aus Dialog und Vernetzung ergeben sowie einer neuen Wertschätzung der Branche. Die digitale Plattform der Nestbau-Zentrale unterstützt diese Themen bereits digital – beispielsweise mit dem Mittelsächsischen Haus.

Die 1. Mittelsächsischen Bautage fassten genau diese Bedarfe erstmalig in Präsenz zusammen und kreieren damit einen neuen Weg in die Zukunft des Wirtschaftsstandortes. Architekt und Zimmermann Richard Betz – dessen Wurzeln im ländlichen Raum liegen – zeigte neben den beiden Fachreferenten während seines inspirierenden Theaterstückes, wie man Brücken baut. Und das sowohl handwerklich anhand einer sogenannten Leonardo-Brücke und vor allem im übertragenen Sinne. Nach Fachforum und Netzwerktreffen waren sich die Unternehmerinnen und Unternehmer über die Schlüsselfaktoren „altes Wissen“, durchdachte Strategie und gute Kommunikation einig.

Die Baumesse selbst eröffneten am frühen Samstagnachmittag Landrat Dirk Neubauer und Mittweidas Oberbürgermeister Ralf Schreiber. 28 mittelsächsische Unternehmen präsentierten ihre Gewerke und Schwerpunktbereiche. Besonderes Interesse zog der Messestand der Firma SEBB Schaumglasschotter GmbH auf sich. Das junge StartUp der Brüder Maximilian und Franziskus Stopp aus Hartmannsdorf befasst sich mit einem Thema, an welches beim Bauen nur die wenigsten denken würden: die der ökologischen Baugründung. „Schaumglasschotter-Gründungslösungen haben gegenüber konventionellen, XPS-gedämmten Bodenplatten zahlreiche Vorteile. Sie sind innovativer, kostengünstiger und ökologisch“, so die Geschäftsführer. Für ihr Produkt erhielten sie vor zwei Jahren den Zukunftspreis des Freistaates Sachsen.  Einen überragenden Messeerfolg konnte auch Viva Culinaria-Chef Heiko Mattheß mit dem Verkauf gleich mehrerer Küchen verbuchen. Für Marie Erfurt von phase10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft war es eine „wunderbare, gelungene und sehr inspirierende Veranstaltung.“

Mehr Informationen zum Ländlichen Bauen finden Sie hier.


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